In die Eutervorreinigung investieren

Schutz vor Umwelterregern schon vor dem Melken sichern

Mastitis ist nach wie vor der Hauptgrund für frühzeitiges Ausscheiden der Kühe aus der Herde. Die Deutsche Veterinärgesellschaft schätzt die mastitisbedingten finanziellen Verluste auf über 300 Euro je gehaltene Kuh und Jahr. Ebenso sind höhere Arbeitsbelastungen der Landwirte und Melker aufgrund längerer Melkzeiten nicht zu vernachlässigen.

Euterhygiene

Der Zellgehalt eutergesunder Kühe schwankt um 100.000 Zellen pro Milliliter Milch. Erhöhte Zellzahlen von über 250.000 Zellen pro Milliliter Milch haben schon Milchverluste von zirka 6 Prozent zur Folge und bedeuten trotz der wieder leicht gefallenen Milchauszahlungspreise einen hohen finanziellen Verlust. Standardmäßig sollte der Zellgehalt bei jeder Milchleistungskontrolle überprüft werden. Die Qualität der Milch und der zu erzielende Milchpreis stehen im direkten Zusammenhang mit der Euterhygiene. Eutererkrankungen werden maßgeblich durch innerbetriebliche Managemententscheidungen beeinflusst. Bei den Mastitiserregern wird zwischen den Umwelt-assoziierten (E. coli, S. uberis) und den Kuh-assoziierten (S. aureus, S. dysgalactiae und S. agalactiae) unterschieden. Pathogene Eutererreger können vor allem dann an Bedeutung gewinnen und eine Entzündung auslösen, wenn eine mangelhafte Melkhygiene, eine fehlerhafte Melkanlage, eine unzureichende Fütterung oder Haltungsmängel wie schlechter Tierkomfort eine Rolle spielen.

Eutervorreinigung

Eine gute Euterhygiene fängt vor dem Melken an. Neben dem Tragen einer sauberen Arbeitskleidung und Melkhandschuhen hilft eine sehr gute Eutervorreinigung, den Keimdruck zu senken und Kreuzkontaminationen zu verhindern. Vielen Milchviehhaltern ist nicht bewusst, dass Vakuumschwankungen im gesamten Milchleitungssystem (wie bei Lufteinbrüchen) ein Risikofaktor für die Entstehung von Euterentzündungen sind. Speziell gefährdet sind Euter, wenn durch den sogenannten „Rückspray-Effekt“ krankmachende Mastistiserreger von ungereinigten Zitzenkuppen ins Euterinnere geschleudert werden. Obwohl Umwelterreger eine große Bedeutung in vielen Herden haben, wird der große Hebel „Eutervorreinigung“ zur Verhinderung von Infektionen auf Grund des vermeintlich großen Arbeitsaufwandes häufig nicht gesehen und daher nicht konsequent genug verfolgt.

Vor dem Melken ist der erste Milchstrahl in einen Vormelkbecher zu bringen. Als beste Methode, um Bakterien von den Zitzen und Zitzenkuppen zu entfernen, ist das Vordippen der Zitzen mit einem Desinfektionsprodukt auf Schaumbasis zu nennen. Auf Grund der geringen Zeit bis zum Ansetzen der Melkzeuge darf die Einwirkzeit der eingesetzten Produkte nicht länger als 30 bis 60 Sekunden sein. Hierfür steht ein neues Zweikomponentenprodukt zur Verfügung, das auf einer hochwirksamen Chlordioxid-Wirkstoffkombination beruht: Das desinfizierende Biozidprodukt Alcide PreGold wird vor dem Melken mit einem speziellen Schaumdippbecher auf die Zitzen aufgebracht. Aufgrund der sehr hohen Schmutzlösekraft und schnellen Desinfektionsleistung (zirka 30 Sekunden) reduziert das Pre-Schaumdippmittel hervorragend unerwünschte Keime auf der Zitzenhaut.

Anschließend ist der Schaum inklusive Verschmutzungen von den Zitzen und Zitzenkuppen mit trockenen Einmaltüchern (dreilagig) zu entfernen. Die Desinfektionsleistung von Alcide PreGold wurde gegen eine Vielzahl von Keimen belegt (einschließlich E. Coli, S. aureus und S. uberis). Hautpflegende Zusätze halten die Zitzenhaut geschmeidig. Die Schaumapplikation unterstützt das Anrüsten (Stimulation) der Kühe. Das Melkzeug ist zirka 90 Sekunden nach Beginn der Stimulation anzusetzen. Dabei ist darauf zu achten, dass Lufteinbrüche vermieden werden.

Die Investition in hochwertige Konzepte und deren richtige Anwendung beeinflussen direkt die Eutergesundheit. Die Reinigung der Zitzen kann jetzt durch eine ergänzende Desinfektion optimiert werden, ohne den Zeitaufwand zu erhöhen.

Informationen zum neuen Produkt Alcide PreGold gibt es bei Dieter Jürgens, Telefon 0251 . 682-1144 oder dieter.juergens@agravis.de.


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