Die Gesundheit im Knochenbau von Broilern unterstützen

Probiotische Substanzen stärken die Darmbarriere

Das Hauptziel in der Broilermast liegt darin, die Gesundheit der Tiere zu stabilisieren und somit sämtliche Leistungsziele bis hin zu einer uniformen Herde zu erreichen. Die Qualität des Fleisches und der Anteil an wertvollen Teilstücken, wie beispielsweise Brustfleisch, stehen mehr denn je im Fokus. Die Voraussetzungen seitens des Herdenmanagements in den Ställen haben in den vergangenen Jahren einen sehr hohen Standard erreicht. Leistungsdaten lassen sich präzise erfassen und eine zielgerichtete Ausrichtung des Managements auf die Tiere ist ohne weiteres möglich. Entzündungserscheinungen in Knochen und Gelenken können allerdings ein Grund für biologische und ökonomische Verluste sein. Als Ursache für dieses Erscheinungsbild gelten häufig pathogene Bakterien, die durch die Darmwand ins Blut und somit in den Organismus gelangen können. Bei aufkommendem Stress in der Herde kann es im späteren Verlauf des Durchganges daraufhin zu diversen Lahmheitserscheinungen kommen. Es gilt hierbei zum einen, die Anzahl an pathogenen Keimen zu reduzieren, und zum anderen die Darmbarriere zu stärken.

Anzahl an pathogenen Bakterien reduzieren

Die technischen Voraussetzungen im Tränkewassersystem ermöglichen permanente Reinigungs- und Desinfektionsvorgänge , um die Anzahl an pathogenen Bakterien so weit wie möglich zu reduzieren. Eine Grundreinigung vor jeder Neubelegung des Stalles ist ebenso zwingend erforderlich wie die fortlaufende Hygiene während des Durchganges. Während der Serviceperiode hat sich das Konzept, bestehend aus Desintec Ah-tec und Virkon H2O , bewährt. Desintec Ah-tec, ein Spezialreiniger für Tränkewassersysteme, kann den organisch gebundenen Biofilm entfernen und somit für die nachfolgende Desinfektion eine optimale Voraussetzungschaffen. Virkon H2O lässt sich auf Grund seiner chemischen Zusammensetzung zielorientiert zur Grunddesinfektion vor der Neueinstallung und zur permanenten Desinfektion nutzen.

Die Lösung des anorganisch gebundenen Biofilms, eine effektive Desinfektion gegen Bakterien, Viren und Pilze sowie weitere Synergieeffekte durch die enthaltene Apfelsäure decken sämtliche Anforderungen an die Desinfektionsmaßnahmen ab, die vor der Neubelegung der Eintagsküken von Bedeutung sind. Die Tränkewassersysteme sollten zudem unmittelbar vor jeder Neubelegung mit Wasser gespült werden, um die Desinfektionslösung wieder zu entfernen und den jungen Tieren frisches Wasser anzubieten.

Unterstützung des Verdauungssystems

Weiterhin von großer Bedeutung ist die Unterstützung des gesamten Verdauungssystems. Eine intakte Darmschleimhaut dient als Barriere, damit pathogene Bakterien nicht über den Darm in den Organismus gelangen können. Präbiotische Mikroorganismen, wie sie im Miravit Microflosan S enthalten sind, können die Epithelbarriere im Darm unterstützen und somit eine Invasion pathogener Keime durch die Darmschleimhaut unterbinden. Die Besonderheit der im Miravit Microflosan S vorkommenden Mikroorganismen ist, dass diese aus gesunden Hühnerdärmen isoliert und dem Produkt, in Kombination mit einem Fructooligosaccharid als Prebiotikum zur Förderung der Kolonisierung, und letztendlich dem Broilerdarm zugeführt werden. Dadurch kann sich eine höhere Anzahl an positiven Mikroorganismen an der Darmschleimhaut anhaften und ein gesundes Milieu fördern. Die Zusammensetzung im genannten Miravit-Produkt zielt auf zwei Dünndarmabschnitte (Jejenum und Ileum) und den Blindarm hin. Der Jejenum dient der Nährstoffresorption und das Ileum ist der Hauptort des adaptiven Immunsystems. In den Blinddärmen kann zudem die Ausbreitung von diversen Salmonellen-Arten und Campylobacter unterbunden werden. Die Verabreichung von Miravit Microflosan S sollte an den ersten drei Lebenstagen und während der ersten Futterumstellung über drei Tage mit 20 Gramm je 1.000 Tiere und Tag über das Tränkewasser erfolgen.

Nach der Förderung einer positiven Darmflora kann letztendlich die intestinale Immunfunktion unterstützt und somit eine Invasion an pathogenen Keimen in den Organismus deutlich reduziert werden. Eine entscheidende Voraussetzung hierfür stellt ein zielorientiertes Tränkewasserhygienekonzept dar.

Weitere Informationen gibt es bei Andre Stevens, Telefon 0175 . 2958357, andre.stevens@agravis.de.


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