Wissen von Morgen für Landwirte

Landwirtschaftliches Bildungszentrum in Echem

Das Landwirtschaftliche Bildungszentrum (LBZ) Echem ist ein Ort der Wissensvermittlung. Landwirtschaftliche Auszubildende und gestandene Landwirte nutzen den modernisierten Betrieb, um sich über zukunftsweisende Haltungstechnik zu informieren.

2015 weihte das LBZ Echem Neubauten für Rinder und Schweine ein. Patrick Schale und Juliane Helmerichs sind seitdem die Koordinatoren für den Schweinebereich. „Die Nutztierhaltung stehtgesellschaftlich auf dem Prüfstand. Angehende Landwirte müssen sich mit ihren Schweinebeständen zukunftsweisend aufstellen“, betonen die beiden einstimmig. Im LBZ nutzen jährlich alle niedersächsischen Auszubildenden die Chance, sich einen Überblick zu verschaffen, wohin die Reise geht. Das LBZ rechnet künftig jährlich neben den Auszubildenden it weiteren 5.000 Kursteilnehmern zu allen angebotenen Themen der Tierhaltung. Hinzu kommen viele öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen.

Es ist eine große Herausforderung, den Stall mit einer hohen Ferkel- und Mastleistung zu fahren und gleichzeitig eine optimale überbetriebliche Ausbildung zu gewährleisten. „Wir zeigen in den Ställen viele praxisrelevante Systeme aus den Bereichen Fußbodengestaltung, Lüftungssysteme und Flüssig- sowie Trockenfütterung“, berichtet Patrick Schale. Bei den Aufstallungssystemen stehen die Gruppengrößen im Fokus. Sowohl bei den Sauen, bei denen zwischen zwei und 60 Tiere pro Bucht gehalten werden, wie bei den Ferkeln und in der Mast mit 15 bis 150 Tieren pro Bucht, wird eine große Bandbreite gezeigt. Noch nicht in der Praxis verbreitet, aber möglicherweise zukunftsweisend wird in Echem bereits die Gruppenabferkelung durchgeführt. Die Sauen ferkeln in einer separaten Box ab. Diese wird nach gut einer Woche geöffnet, wenn sich eine gute Mutter-Ferkel-Bindung ergeben hat. Danach leben dann sechs Sauen mit ihren Ferkeln auf 65 Quadratmetern.

Bei der Trockenfütterung arbeitet das LBZ mit einem Chargenmischer, so dass die Auszubildenden Futterkurven gestalten können. In der Ferkelaufzucht kommen Brei- und Trockenfutterautomaten sowie Flüssigfütterung zum Einsatz. „Die ökologischen Sauen füttern wir per Hand, damit die Auszubildenden einmal ein Gefühl für die Futtermenge bekommen“, berichtet Juliane Helmerichs.

Im konventionellen Bereich werden die Ställe im Rein-Raus-Verfahren mit Desintec StallClean Basis und einer Schaumlanze eingeweicht und gereinigt. „So lösen wir gründlich die Fett- und Eiweißschichten“, erklärt Patrick Schale. „Für die anschließende Desinfektion kommt das DVG-gelistete Produkt Desintec Peroxx liquid auf Basis von Peressigsäure zum Einsatz.“

Der ökologische Abferkelbereich läuft wie im konventionellen Bereich ebenfalls im Rein-Raus-Verfahren. Dort ist die Reinigung und Desinfektion kein Problem. Die anderen Abteile in der ökologischen Haltung sind allerdings permanent belegt. Im Augenblick wird dort eine praxisnahe Lösung für die Hygienemaßnahmen gesucht. „Gerade im Bereich Hygienemanagement liegt in der ökologischen Schweinehaltung noch viel Entwicklungspotenzial. Die konventionelle Haltung hat dort sehr viele Vorteile und Möglichkeiten und die Verfahren von Reinigung und Desinfektion sind ausgereift“, merkt Juliane Helmerichs an. Sie sieht gerade dort die größte Herausforderung in ihrem Aufgabengebiet.

Weitere Informationen sind unter Telefon 0251 . 682-1144 erhältlich.


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