Vorbeugende Maßnahmen gegen den neuen Rinder-Virus in Deutschland

Mögliche Maßnahmen für Landwirte

In Deutschland wies das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) einen neuen, bislang noch nicht näher charakterisierten Erreger bei Rindern nach. Aufgrund seiner engen Verwandtschaft mit dem Shamonda-Virus wird er u. a. als „Shamonda-like“ bezeichnet. Er zählt zur selben Virusgruppe wie das Schmallenberg-Virus (SBV) und führt bei Rindern bislang zu ähnlichen Krankheitserscheinungen.

Übertragen werden Shamonda-Viren über blutsaugende Gnitzen, infiziert werden überwiegend Wiederkäuer, insbesondere Rinder, Schafe und Ziegen. Betroffene Tiere zeigen unter anderem Fieber und Durchfall und teilweise deutliche Rückgänge in der Milchleistung. Die Übertragung auf den Fötus während der Trächtigkeit ist ebenfalls möglich.

Nach aktuellem Kenntnisstand wird der Virus nicht auf Menschen übertragen. Das FLI arbeitet mit hoher Priorität an der vollständigen Charakterisierung und einem spezifischen diagnostischen Verfahren.

Mögliche Maßnahmen für Rinderhalter nach aktuellem Wissensstand:

  • Tierverkehr reduzieren
  • Luftbewegung im Stall reduziert grundsätzlich einen Insektenbefall
  • vorbeugender Insektenschutz gegen Gnitzen: DESINTEC® InsektEx pour-on, DESINTEC® PyrEx Pour On und CRYSTALYX® Garlyx
  • Tiere wenn möglich nicht in der Nähe von Standgewässern (Brutfläche von Gnitzen) etc. laufen lassen
  • zur Unterstützung des Immunsystems: CRYSTALYX® Garlyx, MIRAVIT®-, und VITAMIRAL®-Produkte
  • Reduzierung von Stressfaktoren wie z. B. häufiges Umstallen und schlechte Grobfutterqualitäten
  • Maßnahmen gegen Hitzestress

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